Spiritualität und Glaube

Spiritualität Glaube

Das Gespräch mit Gott und der Zweifel

Immer wieder beschäftigt mich der Umgang mit Tiefschlägen und Niederlagen. Die Frage nach derjenigen göttlichen Instanz, die in solchen Situationen halt geben könnte scheint mir existenziell. Ich denke jeder Mann geht anders an dieses Thema heran. Die Suche nach einer echten Spiritualität Glaube bewegt viele Maenner, egal ob sie offen darüber reden oder die „Sache mit dem Glauben“ nur mit sich selbst ausmachen. Die einen lehnen die Vorstellung an einen liebenden Gott demonstrativ ab. In Krisensituationen zeigt sich ja alles andere als die wohlwollende Fürsorge des gütigen Mannes mit weißem Bart.

Andere Männer hingegen gehen in ihrem Glauben auf und haben ein gefestigtes Gottvertrauen. Dazwischen gibt es vermutlich viele weitere Möglichkeiten mit Gott zu kommunizieren. Ich gehe ganz bewusst von einer Kommunikation aus. Ob nun das tägliche Gebet, das Hadern oder das demonstrative Ablehnen des Göttlichen über eine kritische Lebensphase, alles ist für mich der Versuch der Kontaktaufnahme mit dem einen liebenden Gott.

Nicht nicht kommunizieren

Der bekannte Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeut Paul Watzlawick stellte in seiner Kommunikationstheorie 5 Axiome vor. Eines dieser Axiome lautet: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Geweitet auf das Thema dieser Blogseite könnte dieses Axiom leicht abgewandelt „Man(n) kann nicht nicht kommunizieren! heißen. Männer sind oft Vorreiter in Puncto die Dinge die sie bewegen nicht anzusprechen. Noch weiter gefasst und zurück zum eigentlichen Thema dieses kleinen Beitrags. Vielleicht ist der Sprung zu weit um letztendlich sagen zu können, dass auch eine Nichtkommunikation mit Gott, die Ablehnung des Göttlichen bei der Verarbeitung von schwierigen Situation ein Versuch der Auseinandersetzung mit Spiritualität und vielleicht auch Religion ist, jedoch bin ich davon überzeugt, dass Gott die unterschiedlichen Paletten der Auseinandersetzung mit sich und der Welt und somit auch mit dem Göttlichen wahrnimmt und begleitet.

Gott ist viel mehr als die subjektive Vorstellung

Gott zeigt sich dem Menschen dann nicht immer als liebevoller und weiser alter Mann der auf der Wolke sitzt und das Leben jedes einzelnen positiv beeinflusst. Ich glaube Gott zeigt sich auch nicht als Buchhalter Gott der die Handlung der Menschen in posititv und negativ einteilt und am Ende jedes Lebens abrechnet. Ich glaube er ist viel mehr als diese wertenden Einteilungen, er ist größer als dass diese menschlich subjektiven Vorstellungswelten greifen könnten. Das ist für mich ganz persönlich oft die allergrößte Herausforderung, denn genau in diesem scheinbaren Zwiespalt entsteht mein Zweifel. Ich kann die Größe nicht fassen.

Warum verstößt du, Herr, meine Seele und verbirgst dein Antlitz vor mir?“ Psalm 88

Die Liebe Gottes in schwierigen Zeiten – Spiritualität Glaube

Die Liebe Gottes umfasst für mich auch diese schwierigen Zeiten. Der oben genannte Psalm drückt für mich aus, dass es auch in einem spirituellen Leben nicht ohne Hadern, Ablehnung und Klagen geht. So ist es oft ein Ringen, ein neu auf den Weg machen, immer wieder und von vorne.

Für einen persönlich ist dieses Ringen schon eine echte Herausforderung. Auch hier ist für mich die Frage: Wie gehe ich mit meinen Zweifeln im Glauben in der Erziehung der Kinder um. Was erzähle ich meinem Sohn wenn ich selber nicht mehr weiter weiß. Mute ich ihm meine eigene Suche nach dem Höheren zu oder klammere ich das ganz aus. Wie immer freue ich mich sehr über Eure Meinungen und Zuschriften.

oliver74

Servus! Herzlich Willkommen bei den erziehenden Mannsbildern! Der Blog über Männerthemen, Erziehung und Vaterschaft. Schaut rein und seht Euch um. Freue mich über Kontakt und Austausch. Euer Oliver

Das könnte Dich auch interessieren...

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: